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„Liebe ist Leben“ – oder wie ich durch Demenz lernte Hilfe anzunehmen

Das neue Jahr kommt mit großen Schritten. Normalerweise schaue ich auf ein abgelaufenes Jahr nicht zurück, sondern blicke immer nach vorne. Doch diesmal mache ich eine Ausnahme: Für mich als Autor war es ein tolles und erfolgreiches Jahr. Mein Buch „Im Himmel gibt es einen Bahnhof“ wurde zum Buch des Monats Juni 2019 bei „Kindofbook“ in Kooperation mit „Amazon“ gewählt. Das gleichnamige Hörbuch wurde unter die „Top20“ der besten Audiobooks bei „Lovelybooks“ gewählt. Der Trailer dazu schaffte es bei Facebook innerhalb von nur acht Monaten auf unglaubliche 250.000. Aufrufe und auch bei YouTube wurden  8.000 Aufrufe erreicht. Kein Buch-oder Hörbuchtrailer von mir, erreichte diese Reichweite!

Das Kinderbuch „Odo“ mit dem ich zusammen mit Dayan Kodua und der Illustratorin Robby Krüger gearbeitet habe, schaffte es schon kurz nach der VÖ in die „Top30“ der besten Kinderbücher 2019 bei Lovelybooks.

Odo

Viele neue Leser erfreuten sich an meinen Büchern und Hörbüchern. Mit vielen stehe ich in direktem Kontakt auf Facebook, oder Instagram. Auch wenn es viel Zeit und Arbeit kostet, ist es mir eine Herzensangelegenheit Nachrichten und Kommentare selbst zu beantworten! Manchmal dauert es eben ein wenig länger, bis ich antworte…

Im privaten Bereich war es ein Auf-und Ab.- So wie das Leben eben ist.  Mitte des Jahres hatte ich einen ziemlichen Hänger, der mich mal wieder über mein Leben nachdenken ließ: Ich betreue seit ungefähr vier Jahren meine Mutter, die an Demenz, Krankheitsbild Alzheimer, erkrankt ist. Da mein Vater sehr früh verstarb, war es meine Mutter, die auch in schwierigen Phasen meines Lebens immer für mich da war. Damals versprach ich mir, sollte meine Mutter mich im Alter brauchen, würde ich da sein um ihr ein wenig zurückzugeben. Dieser Zeitpunkt war dann vor vier Jahren gekommen. Die ersten zwei Jahre waren noch einfach zu händeln, doch je mehr die Krankheit voranschritt , umso  schwieriger wurde es. Ich wurde immer mehr zu ihrem „24 Stunden Pfleger“ und die Mutter-Sohn Beziehung verschwand in einer riesigen grauen-schwarzen Wolke, die jeden Tag größer und größer wurde.   Schon damals wäre es ohne die Unterstützung meiner Schwester nicht möglich gewesen, meine Mutter weiter zu Hause zu pflegen. Nun komme ich aber zwangsläufig wieder auf den Sommer 2019 zurück: Mit einem Mal wurde ich schwächer und schwächer- geistig wie auch körperlich. Diese Veränderung an mir veranlasste mich, Ursachenforschung zu betreiben. Mir wurde klar, dass die Krankheit meiner Mutter, mich eigentlich die letzten vier Jahre aus meinem eigenen Leben katapultierte hatte(mich isoliert hatte). In Gesprächen mit meiner Schwester entschlossen wir uns, eine 24 Stundenpflege einzustellen( schöne Grüße an Herrn Spahn- aber das ist ein anderes Thema, was ich beizeiten noch aufgreifen werde). Seitdem geht es mit mir wieder bergauf und ich habe wieder viel gelernt in diesem Jahr: „Hilfe anzunehmen ist keine Form von Schwäche, sondern eine besondere Art von Stärke!“ Meiner Mutter geht es jetzt den Umständen wunderbar und wir beide können wieder das genießen, was wir sind: Mutter und Sohn! Meine Mutter hört sich nun meine Hörbücher jeden Tag von Neuem an und jedes Mal entdeckt sie wieder etwas Schönes, was sie zum Lächeln bringt. Meine Schwester liest ihr Geschichten vor, die einfach zu verstehen sind und Freude bereiten. Jetzt beim Schreiben dieses Textes fällt mir auf, dass ich vor knapp zwölf Jahren in meinem ersten Buch „Windträume“ folgendes Zitat für den „Wind“ geschrieben hatte: „Wege, die wir beschreiten sind manchmal sehr steinig und unverständlich, doch sollten wir ihnen einen Sinn geben, und daraus neue Kraft ziehen.“ –ich glaube ich sollte meine Bücher öfter mal wieder selbst lesen…

Dieser kleine Ausflug in mein Privatleben war mir wichtig, weil ich denke, dass viele Menschen ähnliche Situationen erleben. Jeder muss dabei seinen eigenen Weg finden- der kann dauern, entkräften  und auch schmerzhaft sein. Wichtig ist, wenn man an einer Gabelung eines Weges nur noch Sackgassen sieht, sich Hilfe zu besorgen. Entweder in der Familie, bei den zahlreichen kostenlosen Beratungsstellen und Pflegediensten(Aufpassen gilt es bei den Diensten, die Pflegekräfte aus dem Ausland vermitteln. Teilweise ist das eine neue Form des modernen Menschenhandel, aber auch dazu beizeiten mehr) etc.

So, nun auch noch ein kleiner Ausblick auf 2020: Ein neues Buch und Hörbuch steht an. Im April 2020 wird es erscheinen. Den Titel werde ich Ende Januar bekannt geben. Zwei Drehbücher wollen in 2020 noch geschrieben werden und zu  guter Letzt  ist die filmische Umsetzung meines Buches „Sternenreiter“ durch die Produktionsfirma puzzle pictures geplant.

Das neue Jahrzehnt kann starten…

Kommt gut rein ins neue Jahr und mögen eure Träume und Wünsche in 2020 weiterhin in Erfüllung gehen!

Aber bitte ohne Böller!!
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Benefizlesung zu Gunsten des Ammerland Hospizes

„Es sind nicht die großen Worte, welche die Sonnen zum Leuchten bringen. Es sind die kleinen Taten, die das Leben erstrahlen lassen. Sieh nach oben. Kleine Sterne leuchten ewig .

Ich möchte euch etwas mitteilen, was mir sehr am Herzen liegt:❤️

Eigentlich habe ich mir vorgenommen, dort wo ich wohne und lebe, nie eine öffentliche Lesung abzuhalten. Für viele mag sich das seltsam anhören: Aber für mich ist Heimat auch Ruhe und nicht den Mittelpunkt suchen. Doch dann kam das Ammerland-Hospiz und fragte mich, ob ich für sie eine Lesung machen würde. Tatsächlich musste ich kurz überlegen, entschloss mich aber zuzusagen. Schließlich steht an dem Abend das Hospiz im Mittelpunkt und nicht meine Person. Ich finde die Arbeit der Hospizmitarbeiter und den vielen ehrenamtlichen Helfern sooo wichtig! Es ist nicht nur die Hilfeleistung sterbenskranke Menschen zu begleiten, sondern auch an Demenz erkrankte Personen bekommen Unterstützung. Da ich selbst eine an Alzheimer erkrankte Mutter habe, weiß ich wie wichtig Zuspruch, Liebe und Hilfe für diese Menschen sind. Aber auch für die pflegenden Angehörigen!
Daher freue mich umso mehr, am Donnerstag, dem 17.10.2019 im Dorfgemeinschaftshaus Kayhausen aus meinen Büchern „Im Himmel gibt es einen Bahnhof“ und Sternenreiter“ zu Gunsten des Ammerland-Hospiz zu lesen. Als ich bei den Schauspielern Ines Nieri, Christopher Groß und der Band Majanko fragte, ob sie mich an dem Abend unterstützen möchten, sagten sie sofort alle zu. Das freut mich besonders, da wir so ein richtiges Lesevent daraus machen können. Nun wünsche ich mir nur, dass es sooo richtig voll an dem Abend wird, denn sämtliche Einnahmen der Veranstaltung gehen alle zu Gunsten des Ammerland-Hospizes!! Weitere Infos erfahrt ihr in dem kleinen Ankündigungsteaser..📖🎼
Danke auch an Müller & Egerer Bäckerei Konditoreidie uns ihre Räumlichkeiten für die Filmaufnahmen zur Verfügung stellten.

Die Karten kosten 9.-Euro und sind an folgenden Vorverkaufsstellen ab sofort erhältlich:

Flauas/ Bad Zwischenahn
Buchhandlung Rosel Renken / Rastede
Buchandlung Haase/ Edewecht
Touristik – Information/ Westerstede