Sternenreiter:Kleine Sterne leuchten ewig

Kurzbeschreibung:

Wenn wir anfangen auf unser Herz zu hören, werden wir Dinge im Leben erkennen, die uns unvorstellbar erschienen.Mats glaubt nicht mehr an seine Träume – zu sehr ist er daran gewöhnt, in der Arbeitswelt zu funktionieren. Auch seine Frau Kiki erreicht ihn nicht mehr. Bis es zu einem Ereignis kommt, dass Mats zwingt, innezuhalten. Ein kleiner Junge hilft ihm dabei, die Welt mit anderen Augen zu sehen und sein Leben neu zu gestalten. Dass man heute noch an Wunder glauben kann, davon erzählt Jandos modernes Märchen Sternenreiter, eine poetische Erzählung für Jugendliche und Erwachsene. Ein Buch über Freundschaft, Menschlichkeit und die Verwirklichung von Träumen.

Cover Sternenreiter

Leseprobe:

Mit einem angenehmen, erwartungsvollen Gefühl rollte ich mit meinem Gefährt zum Zimmer des Jungen. Die Tür stand offen. Ich klopfte an und betrat den Raum. Was meine Augen zu sehen bekamen, wird für immer in meinem Herzen bleiben: Rund um das himmelblaue Bett in der Mitte des Raums standen Blumen. Es sah wie in einem Blumenladen aus. Kleine und große Sonnenblumen lachten mich mit ihren Blüten an, die mir wie Gesichter erschienen. Rote und weiße Rosen versprühten im Zimmer einen wundervoll duftenden Geruch. Ich wandte mich der Fensterfront zu. Der Ausblick war überwältigend. Der Junge konnte aus allen Ecken seines Zimmers auf das Meer schauen. Ich staunte und hatte anscheinend meinen Mund weit geöffnet, denn der Junge rief: „Diese Schönheit hättest du gestern Abend auch schon sehen können. Doch da hast du es nicht mit deinem Herz beobachtet. Jetzt kennst du das Geheimnis, das ich mit dir geteilt habe: Wenn wir anfangen auf unser Herz zu hören, werden wir Dinge im Leben erkennen, die uns unvorstellbar erschienen.“ Ich musste mich setzen. Mühsam drückte ich mich aus dem Rollstuhl in den mit Muscheln verzierten Stuhl. Ja, richtig. Ein Muschelstuhl! Mir wurde es erst richtig bewusst, als meine Hände diesen beim Hinsetzen berührten. Ich musste vor Anstrengung laut stöhnen. „Oh, bereiten dir deine Verletzungen noch Schmerzen?“, wollte der Junge wissen. „Nein, eigentlich nicht. Ich habe vorhin trainiert und glaube, ich habe schon einen Muskelkater“, meinte ich. „Das ist doch ein gutes Zeichen. Weißt du, fast jede Verletzung kann mit der Zeit heilen, aber ein krankes Herz braucht länger. Darum versuche ich immer zuerst mit dem Herzen zu sprechen. Alles Weitere ergibt sich daraus.“ Der Junge lächelte andächtig, als er das sagte und nahm einen kräftigen Schluck aus seiner Schale, die wie eine liegende Mondsichel aussah. Ich blickte mich im Zimmer um. Überall standen kleine Gegenstände. Mir fielen besonders eine Glasflasche, gefüllt mit Sand und Pergamentpapier, und eine Sanduhr auf. Diese standen aneinander gereiht zwischen einer Sonnenblume und einer Rose. Der Junge, der mich keine Sekunde aus den Augen ließ, sprach leise, sehr bedächtig, fast flüsternd: „Alle diese traumhaften Sachen, die du in meinem Zimmer siehst, haben mir Freunde geschenkt. Was gibt es Schöneres als Freunde zu haben? Ich habe sogar noch viele weitere Geschenke bekommen, doch die habe ich verschenkt. Nicht, weil ich sie nicht mochte, sondern weil ich andere Freunde kennenlernen durfte, die diese dringender brauchten. Das verstehen gute Freunde. Unter Freunden muss keine Entscheidung begründet werden. Freunde verstehen!“ Gerade als ich darauf antworten wollte, fiel er mir ins Wort. Aber daran begann ich mich zu gewöhnen. Er schien sehr gerne zu sprechen und ich entwickelte mich zu einem guten Zuhörer. „Jedes Geschenk, das ich bekam, erzählt seine eigene Geschichte. Ich werde dir bei jedem Besuch eine erzählen. So wird uns nie langweilig und wir können unsere gemeinsame Zeit genießen…“

Sternenreiter Postkarte1

Pressestimmen:

„Man muss die kindliche Anarchie in sich wiederentdecken, um auf den Sternen zu reiten“ Es geht nicht darum, das eigene kindliche Chaos zu haben, sondern darum, es wiederzuentdecken und sich wieder anzueignen. Andererseits fühlt man sich an den vielzitierten Satz „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ von Antoine de Saint-Exuperys „Kleinem Prinzen“ erinnert. Diese Herzenssicht entwickelt Jando im „Sternenreiter“ weiter, zu einer wahrhaften und poetischen Erziehung des Herzens. Mit dem „Sternenreiter“ ist dem Autor – nach seinem Erstling „Windträume“ – wieder ein wundervolles und poetisches Buch gelungen, das ich uneingeschränkt empfehle. Doch nicht nur das, denn ein gutes Buch sollte man empfehlen, ein sehr gutes seinen Freunden ans Herz legen und die wirklich besonders wichtigen Bücher sollte man seinen besten Freunden schenken.

Quelle: „Eselsohren-Das Online Büchermagazin“, 27.08.2012

Sternenreiter Postkarte 2

Mit “Sternenreiter – Kleine Sterne leuchten ewig” hat der norddeutsche Autor Jando ein kleines und berührendes modernes Märchen geschaffen. Einnehmende Texte und Lebensweisheiten, die an Antoine de Saint-Exupérys „Kleiner Prinz“ denken lassen und Antjecas bezaubernde Illustrationen sorgen für Nachhaltigkeit beim Lesen.

Quelle: „Schwäbische Post“, 19.04.2013

 

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9 Antworten zu “Sternenreiter:Kleine Sterne leuchten ewig

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  2. Daniela Wolf

    Hallo Jando,

    hatte mein Buch auch gestern schon in der Post und mich riesig gefreut.
    Heute morgen dann mit meinem Kaffee hingesetzt und wollte ein paar Seiten lesen, bevor die Pflicht ruft – Endeffekt , ich konnte mich gar nicht losreißen und hab es durchgelesen.
    Mein Fazit – ein wundervolles zum nachdenken anregendes Buch. Ich werde es auf jeden Fall nochmal lesen und weiterempfehlen.
    Man bzw. Frau kann dir ein riesengrosses Dankeschön für deine Begabung aussprechen.
    Licht und Liebe für dich aus Ostfriesland

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